Andy Dritty

Deputierter der Provinz Limburg

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hier in unserer Region ist bereits seit vielen Jahren ein wichtiges Thema bei Politik, Städten und Gemeinden, der Provinz und Bildungseinrichtungen. Die Chancen liegen auf der Hand, wir alle sind von den Vorteilen überzeugt. Die physischen Grenzen bestehen ja längst nicht mehr, und wir von der Provinz Limburg unterstützen das Angebot zum Erlernen der Nachbarsprachen in den Bildungseinrichtungen auf unterschiedliche Weise. Unsere Kulturen haben mehr Berührungsflächen, als wir vielleicht erkennen. Wir feiern alle Karneval. Mühelos gelangt man hier in Landgraaf von der Grensstraat zur Grenzstraße. Wir genießen die Natur auf deutscher Seite, den schönen Park in Übach-Palenberg, die Attraktionen im Wildpark Gangelt oder das leckere Essen in einem der vielen Restaurants. Umgekehrt freuen sich SnowWorld, Mondo Verde und Pinkpop sowie unsere Limburger Gastronomie über den Besuch der deutschen Nachbarn.




Hindernisse werden langsam, aber sicher abgebaut, gleichzeitig fördern wir grenzüberschreitende Projekte

In unserer Freizeit wissen wir uns hier im Grenzgebiet schon zu finden: Wir kaufen im Nachbarland ein und kennen dort die schönsten Ausflugsziele. Und dieser Austausch, der in der Freizeit schon so gut funktioniert, sollte auch auf den unternehmerischen Sektor übertragbar sein, um alle Chancen auszuschöpfen. Auch hier passiert bereits viel: Es gibt die internationalen Businessclubs, die “Exportsociëteit” und die Zusammenarbeit der Industrie- und Handelskammern. Doch

grenzüberschreitendes Unternehmertum besitzt noch mehr Facetten und Herausforderungen. Die Gesetzgebung, das Rentensystem, Rechte und Pflichten, soziale Gesetzgebung, Steuern: Hier sind die Unterschiede unübersehbar.


Diese Unterschiede kann man überbrücken. Dafür setzen wir von der Provinz Limburg uns bereits ein. Mit den Behörden aus dem Nachbarland arbeiten wir an der gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen, wir machen Lobbyarbeit für Steuerabkommen, wir bemühen uns, Gesetze soweit möglich aufeinander abzustimmen. Wir unterstützen die Grenzinfopunkte, die als Anlaufstelle und Informationszentrale für grenzüberschreitendes Unternehmen und Arbeiten dienen. Dort können Unternehmer und Arbeitnehmer sich kostenlos beraten lassen. Hindernisse werden langsam, aber sicher abgebaut, gleichzeitig fördern wir grenzüberschreitende Projekte. Ein Tipp: Es gibt diverse europäische Förder-

programme und Geldtöpfe für grenzüberschreitende

Zusammenarbeit unter Beteiligung von Behörden, Bildungseinrichtungen und Betrieben. Lassen Sie sich von unseren Beratern darüber informieren.


Vielleicht ist es auch der Begriff grenzüberschreitende Zusammenarbeit, der Unternehmer abschreckt. Er klingt so offiziell. Doch es geht allein ums Machen. Deshalb begrüße ich Initiativen wie dieses Grenzevent. Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Landgraaf entdecken gemeinsam mit Unternehmern, Beamten, Behörden, Ratsmitgliedern und Schulleitern die Chancen unserer Region. Ich selbst leiste meinen Beitrag dazu, denn auch ich bin absolut von den Möglichkeiten dieser Zusammenarbeit überzeugt und schon ganz gespannt auf die Resultate.